
Der Jugendchor Vokapella (Ltg. Valentin Stemeseder) sorgte gemeinsam mit 80 Chören für mitreißende Momente. Foto Albert Moser.
Am Mittwoch, 13. Mai, wurde Salzburg einmal mehr zur Bühne für ein außergewöhnliches Musikerlebnis: Die 12. Lange Nacht der Chöre begeisterte mit einer Vielfalt an Stimmen und Klangfarben. 81 Chöre mit rund 1.900 Sänger:innen aus dem gesamten Salzburger Land nahmen an diesem eindrucksvollen Event teil.
Die Veranstaltung gilt als größter Chor-Event Österreichs und hat sich mittlerweile in sieben Bundesländern etabliert, rund 250 Chöre präsentierten am diesem Mittwochabend von Eisenstadt, über Krems, Wels, Graz, Klagenfurt, Lienz bis Salzburg eindrucksvolle Chor-Konzerte.
In Salzburg durfte man sich über die bereits zwölfte Auflage freuen. 2013 war der Chorverband Salzburg mit 27 Chören gestartet, heuer wurde eine neue Rekordzahl von 81 Chören verzeichnet. Gesungen wurde in 30-minütigen Auftritten von 19:30 Uhr bis 22:00 Uhr an 19 Schauplätzen verteilt in der gesamten Altstadt, darunter die Große Universitätsaula, der prunkvolle Carabinierisaal in der Alten Residenz sowie mystische Schauplätze rund um den Friedhof St. Peter.
Chöre aus ganz Salzburg vertreten
Unter den mitwirkenden Chören fanden sich zahlreiche fantastische Formationen aus dem gesamten Salzburger Land. Aus dem Pinzgau reisten APERTO Saalfelden gemeinsam mit dem Schulchor Burning Souls sowie der Chor Impulse aus Niedernsill an. Der Lungau war mit LUNGAUvokal, der Singgemeinschaft St. Margarethen und der Lungauer Singgruppe Hoffnung vertreten.
Die Vielfalt der Chöre zeigte sich nicht nur regional, sondern auch inhaltlich. Bunt und mitreißend präsentierte sich der Queer Choir Salzburg (Ltg. Christine Mackinger) mit viel Power und Lebenslust. Der Chor der Salzburger Landesbediensteten (Ltg. Bernhard Girardi) präsentierte sich erstmalig seit der Neugründung einem größeren Publikum. Die Sänger:innen haben sich erst im Herbst des vergangenen Jahres auf Wunsch von Alt-Landeshauptmann Wilfried Haslauer neu formiert und verzauberten das Palais Kuenburg-Langenhof mit ihren Stimmen.

Kräftiges Zeichen der jungen Stimmen
Besonders erfreulich war die hohe Zahl an jungen Chören. Die Jugendbühne in der Sala Terrena (Toskanatrakt der Uni Salzburg) war wieder fest in den Händen der Nachwuchs-Sänger:innen, so präsentieren unter anderem die Schulchöre der Volksschule Rif-Rehof (Ltg. Rosmarie Böhm-Hofer) und der Mittelschule Eugendorf (Ltg. Markus Pirchner) stolz ihr Können. Weiters zu hören waren: der Chor der Pädagogischen Hochschule (Ltg. Moritz Guttmann), der Universitätschor „Collegium Musicum“ Salzburg (Ltg. Alex Steinbacher) sowie der Jugendchor Vokapella (Ltg. Valentin Stemeseder).
Finaler Abschluss in St. Peter
Der Abschluss fand traditionell im Innenhof von Stift St. Peter statt. Mit dem gemeinsamen Singen aller anwesenden Sänger:innen fand die Lange Nacht der Chöre 2026 ihren finalen Schlussakkord.
Text: Chorverband Salzburg, Fotos: Albert Moser