Jugendchor Österreich mit "Lieder ohne Grenzen" zu Gast in Salzburg

erstellt am 10.08.2026
Chorverband Salzburg

Der Jugendchor Österreich (JCÖ) war Ende Juli zu Gast in Salzburg und stellte mit seinem Programm „Lieder ohne Grenzen“ einmal mehr unter Beweis, wie verbindend Chormusik sein kann. 

Rund 40 junge Sänger:innen aus allen Bundesländern Österreichs und aus Südtirol verbrachten in Salzburg eine Woche voller Musik, Begegnungen und gemeinsamer Erlebnisse. Begleitet wurden sie von zwei engagierte Chorleiterinnen, die ein vielversprechendes Programm im Gepäck hatten.

Am 19. Juli bezogen die Sänger:innen das Eduard-Heinrich-Haus, das für eine Woche zum gemeinsamen Zuhause, Probenort und Treffpunkt wurde. Jedes Jahr setzt sich der Jugendchor neu zusammen: Je vier ausgewählte Sänger:innen aus den landesspezifischen Jugendchören kommen zusammen, um gemeinsam mit anderen jungen Gesangstalenten ein anspruchsvolles Konzertprogramm zu erarbeiten. Für manche war Salzburg damit ein Wiedersehen, für andere der Beginn neuer Freundschaften.

Unter der Leitung von Agnes Schnabl und Miriam Laznia wurde intensiv geprobt. Das Programm führte musikalisch und sprachlich durch verschiedene Regionen Europas und darüber hinaus. Ungarisch, Ukrainisch und Türkisch stellten dabei ebenso besondere Herausforderungen dar wie die Auftragskomposition „Translation Lost. Komische Chor-Szene für SATB-Stimmen + Cello“ des Salzburger Komponisten Christoph Ehrenfellner. Begleitet wurde der Chor bei den Konzerten von Cellist Peter Sigl. Für die stimmliche Feinabstimmung sorgten Elisabeth Kirchner und Johannes Forster.

Neben den Proben blieb viel Raum für Gemeinschaft: Volleyball, Tischtennis, Spikeball, ein Pubquiz, gemeinsame Abende und ein freier Nachmittag in Salzburg, Anif und am Fuschlsee machten die Woche auch abseits des Chorgesangs zu einem besonderen Erlebnis.

Die Ergebnisse dieser intensiven gemeinsamen Arbeit waren schließlich bei zwei Konzerten zu erleben. Den Auftakt bildete das Konzert in der Pfarrkirche Zell am See-Schüttdorf, wo das Publikum den Chor mit lang anhaltendem Applaus und Begeisterung empfing. Besonders die Uraufführung von Ehrenfellners Komposition wurde zu einem Höhepunkt des Abends.

Zum Abschluss gastierte der JCÖ im Solitär des Mozarteum Salzburg. Begrüßt wurden die Gäste von Volkskultur-Landesrat Maximilian Aigner, der die Bedeutung des Singens betonte. Vor der beeindruckenden Kulisse des Mirabellgartens und der Stadt Salzburg präsentierten die jungen Sänger:innen noch einmal die ganze Vielfalt ihres Programms – mit großer musikalischer Energie und spürbarer Freude am gemeinsamen Singen. Beide Konzerte wurden begeistert angenommen, das Konzert zweimal mit Stand-Ovations gefeiert. 

„Lieder ohne Grenzen“ war damit weit mehr als ein Konzertprogramm: Die Woche des Jugendchores Österreich 2026 zeigte eindrucksvoll, wie Musik Grenzen überwinden, Menschen verbinden und aus vielen einzelnen Stimmen einen gemeinsamen Klang entstehen lassen kann.

Ein großes Dankeschön für die Vorbereitung gilt dem Präsidenten Oskar Egle sowie Anita Obersteiner und Lorenz Hieble für die Organisation und Kommunikationen vor und während der Projektwoche.

Ein großes Danke gilt weiters dem Land Salzburg: Die Konzerte des Jugendchor Österreich wurde mit freundlicher Unterstützung durch das Land Salzburg (mit-) finanziert.

Text: Anita Obersteiner, Fotos: Christopher Moser

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